Volker Hartmann-Langenfelder


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Installative Performance im Rahmen des Internationalen Theaterfestivals Schwindelfrei (Mannheim, 2016)

Die Besucher der installativen Performance befinden sich in einem Raum eines Museums im Jahr 2066, wo sich unter dem Titel Recall 1.6 eine kleine Ausstellung der Vergangenheit, dem Jahr 2016 widmet. Kein Element in dem schlichten schwarzen Raum antizipiert in irgend einer Form die Gegenwart des Jahres 2066. Alles dagegen dokumentiert in Form von Videos, Sound, Bildern, künstlerischen Positionen und kurzen performativen Elementen, die Gegenwart des Jahres 2016. Dabei werden Aspekte und Positionen von hoher gesellschaftlicher Relevanz aufgegriffen.

Die Entscheidung, entgegen dem Festivalthema 2066 kein Bild der Zukunft zu entwerfern, statt dessen aber die Festivalbesucher aufzufordern, Zukunft selbst zu denken und einen Diskurs darüber anzuregen, ob und wie die Themen der Gegenwart in die Zukunft entwickelt werden könnten, beruht auf folgenden Überlegungen:

In einer sich technisch und gesellschaftlich rasant verändernden Welt, ist eine fundierte bzw. seriöse Prognose dazu, wie sich Gesellschaften und das Leben in ihnen in 50 Jahren, also dem Jahr 2066 (Thema des Theaterfestivals) darstellen werden, nicht möglich.

Der Versuch des Entwurfs eines konkreten Bildes dieser nahen und gleichzeitig, gemessen an der Geschwindigkeit techischer und gesellschaftlicher Entwicklungen fernen Zukunft, mündet fast unweigerlich in Science Fiction bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit falschen, wie auch immer gearteten Utopien oder Dystopien.

Eine von Wahrheitsanspruch und reiner Spekulation abrückende, ernsthaft fragende, künstlerische Annäherung an das Thema Zukunft, kann aber zum Beispiel durch eine wertungsfreie und sachliche Darstellung / Analyse der Gegenwart bzw. bestimmter Phänomene und Tendenzen in ihr, erfolgen. Denn einigen davon, sicher nicht allen, ist im Hier und Jetzt der Keim dessen, was in der Zukunft daraus erwächst, inhärent. Die Frage, von welcher Relevanz gegenwärtige technische und gesellschaftliche Tendenzen für die Zukunft sind bzw. die Vermutung, sie könnten überhaupt von Bedeutung (gewesen) sein, ergibts sich aus der zeitlichen Einordnung der Installation / Performance Recall 1.6., die sich, angesiedelt im Jahr 2066, retrospektiv mit ihnen befasst und sie in den Fokus rückt. Aus der Frage der Relevanz entwickelt sich als weitere Fragestellung die, welche Ausprägungen die o.g. Tendenzen in der Zukunft angenommen haben könnten und was sie aus der Perspektive des Jahres 2066 so wichtig erscheinen lässt, dass sie der Erwähnung in einem zeitlichen Rückblick wert sind.

Ohne ein konkretes Bild der Zukunft vor Augen zu haben, konfrontiert mit dem, was im retrospektiven Blick des Kommenden von Bedeutung scheint, bleibt dem Rezipienten nur, sich vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen und eigenen Wissens mit den ihm angebotenen Themenbereichen auseinanderzusetzen, sie gedanklich in ihren möglichen Ausprägungsformen in die Zukunft zu entwickeln, so ein eigenes Bild bzw. Szenario für das Jahr 2066 zu entwerfen und zu entscheiden, ob er dieses für positiv oder negativ befindet und seine persönliche Rolle im permanenten gesellschaftlichen Entwicklungsprozess reflektiert. Selbst permanent im Fokus einer Kamera und in den „Museumsraum“ projiziert, wird der Besucher selbst zu einem Teil der Exponate und mag sich Gedanken dazu machen, ob es nun Relevanz oder Nicht-Relevanz seiner Zukunftsvison sein mögen, die ihm und den restlichen Artefakten aus der Sicht des Jahres 2066, im Rückblick einen unbestimmten Grad an Bedeutung verleihen.

Idee / Konzept / Video / Sound
Volker Hartmann-Langenfelder

Performance
Dorothea Eitel

Performance - Entwicklung
Lea Langenfelder, Volker Hartmann-Langenfelder, Dorothea Eitel

Text
Lea Langenfelder (www.langenfelder.de)

Kostüm
Saskia Juliane Kummle

Premiere
02. Juni 2016

Bilder, Audio, Video und weiter Informationen auf der begleitenden Projektwebsite unter recall16.tumblr.com.

Kurzer bericht im Mannheimer Morgen unter http://www.morgenweb.de/nachrichten/kultur/regionale-kultur/wie-stellt-man-sich-der-zukunft-1.2811115

 

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